Zertifikatslehrgang Exportmanager (IHK) - Lehrgang für Führungskräfte
Datum und Uhrzeit
23.02.2027 – 04.03.2027
09:00 Uhr – 17:00 Uhr
Preis pro Seminar
2170,00 €zzgl. MwSt.
Dauer
6 Tage
Trainer/-in
Diverse Referenten
Teilnehmer
Max. 21
Fragen?
Inhalt
Sie sind verantwortlich und leitend im Exportbereich eines Unternehmens tätig? Sie möchten Optimierungsmöglichkeiten erkennen und Ihre Prozesse kritisch prüfen? Dann ist die Weiterbildung zum Exportmanager (IHK) für Sie geeignet. Der „Zertifikatslehrgang Exportmanager (IHK)“ vermittelt strategische und praxisorientierte Kenntnisse der komplexen zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Zusammenhänge. Schwerpunkte sind die Optimierung der Zollprozesse im Unternehmen, die Chancen präferenzbegünstigter Im- und Exportprozesse und die Rolle der Zoll- und Exportkontrollbeauftragten im Unternehmen. Außerdem behandeln Sie Rechte, Pflichten und Haftungsfragen sowie den Aufbau eines internen Exportkontrollsystems (ICP).
Für den Erhalt des Zertifikats ist die Teilnahme am Abschlussverfahren notwendig. Das Abschlussverfahren ist optional. Sobald Sie an mindestens 80 Prozent der Unterrichtseinheiten teilgenommen haben, erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Damit sind Sie berechtigt, am Abschlussverfahren teilzunehmen.
Das Abschlussverfahren ist zweistufig und besteht aus einer Facharbeit und einem Fachgespräch. In der Facharbeit wenden Sie anhand eines fiktiven Praxisfalls verschiedene fachliche Perspektiven des Lehrgangs an. Für die schriftliche Bearbeitung auf etwa fünf bis sieben DIN-A4-Seiten haben Sie drei Wochen Zeit.
Anschließend findet ein etwa 30-minütiges Fachgespräch statt. Dabei sprechen Sie über Ihr Vorgehen bei der Facharbeit und über die Lehrgangsinhalte. So weisen Sie nach, dass Sie die Kenntnisse erworben haben.
Sie müssen beide Teile des Abschlussverfahrens separat bestehen.
Am letzten Tag des Zertifikatslehrgangs stellen wir Ihnen das Abschlussverfahren und die Anforderungen ausführlich vor.
Hinweis: Das Abschlussverfahren und die digitalen Seminarunterlagen sind bereits im Teilnahmeentgelt enthalten.
Seminarinhalt:
Der Zertifikatslehrgang vermittelt Ihnen strategische und praxisorientierte Kenntnisse der komplexen zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Zusammenhänge.
Zoll und Außenhandel
• Going global: Internationaler Handel
• Institutionen für den Außenhandel
• Grundlagen des Zollrechts
• EU-Binnenmarkt
• Exportbeteiligte: Aufgaben und Verantwortungen
Außenwirtschaftsrecht
• Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen
• Eckpfeiler der Exportkontrolle
• Technologietransfer und technische Unterstützung
Zollverfahren
• Überführung zum freien Verkehr
• Versandverfahren
• Veredelungsverkehre
• Vorübergehende Verwahrung/Zolllager nach UZK
• Lagertypen und Unterschiede in der Abwicklung, Vereinfachungen
• Der ehemalige zugelassene Ausführer (ZA)
• AEO gemäß UZK
• Registrierter Ausführer
• Vereinfachte Zollverfahren
• Bewilligungen
Warenursprung und Präferenzen
• Grundlagen des Ursprungsmanagements
• (Langzeit-)Lieferantenerklärungen
• Interessenkonflikt und Abwägungsprozess bei der Präferenzkalkulation
• Nichtpräferenzieller Ursprung
Reporting - zielgerichtet informieren und überzeugen
• Richtlinien, Anweisungen, Prozessbeschreibungen, Arbeits- und Organisationsanweisung
• Reporting – wem wird in welchen Abständen berichtet?
• Ziel des Berichtes: Welche Aussage steht im Mittelpunkt?
• Risiken und Verstöße durch Berichte eskalieren
• Entwicklung aussagekräftiger Kennzahlen
• Dokumentation der Vorgänge – Nachweisbarkeit bei Prüfungen
• Aufbewahrungsfristen/Archiv
• Stammdaten-Management
Strafbarkeit und Haftung
• Wer haftet? Welche Strafen drohen den Unternehmen und Verantwortlichen?
• Maßnahmen zur „Enthaftung“; Best Practice: Compliance durch richtige Organisation
• Komplexität der Vorschriften
• Wann muss ein Ausfuhrverantwortlicher benannt werden?
• Die Rolle einer oder eines Exportkontrollbeauftragten
• Organisationsaufbau: ICP (Internal Compliance Programme)
• Ablauforganisation: Richtlinien, Anweisungen, Prozessbeschreibungen
• Kontakt mit Behörden
Lieferprozesse aus Zollsicht
• umsatzsteuerrechtliche Problemstellungen
• außenwirtschaftsrechtliche Kontrollpflichten
Zollprozesse und Zollabwicklung
• Besonderheiten
• Reihengeschäfte
• Konsignationslager
• Incoterms® 2020
• Überblick: Sorgfaltspflichten im Unternehmen
Zollbeauftragte im Unternehmen
• Aufgaben und Verantwortungsbereiche
• Entscheidungs- und Kontrollbefugnisse
• Rechte, Pflichten und Haftung
• Best Practice: Organisation der Zollabteilung im Unternehmen
*Änderungen vorbehalten*
Seminarzeitraum: 23. bis 25. Februar und 02. bis 04. März 2027 (insgesamt 6 Lehrgangstage)
Kompetenzen nach dem Seminar:
• Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Zoll- und Außenhandel einordnen
• Zollverfahren sowie Regelungen zu Warenursprung und Präferenzen nutzen
• Risiken in Zoll und Exportkontrolle bewerten und zielgerichtet berichten
• ein Internal Compliance Programme (ICP) organisatorisch strukturieren
• Liefer- und Zollprozesse aus rechtlicher und organisatorischer Sicht beurteilen
Zielgruppe
Angehende und bereits tätige Führungskräfte mit Verantwortung in den Bereichen Außenhandel, Zoll und Exportkontrolle sowie Zollverantwortliche in Unternehmen
Voraussetzungen
Grundlagen und mehrjährige einschlägige Berufserfahrung werden vorausgesetzt.