Software & Technologie im Fokus: EU- und US-Exportkontrollregime, Einordnung, Pflichten
Datum und Uhrzeit
08.05.26
09:30 Uhr – 12:30 Uhr
Preis pro Seminar
300,00 €zzgl. MwSt.
Dauer
3 Stunden
Trainer/-in
Ferdinand Scheik
Teilnehmer
Max. 25
Fragen?
Inhalt
Die exportkontrollrechtliche Einordnung von Software stellt Unternehmen vor besondere Herausforderungen: Wann gilt Software als Dual-Use-Gut, wann als Rüstungsgut – und welche Konsequenzen hat die Klassifizierung für Genehmigungspflichten und interne Prozesse? Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, wie Unternehmen Software klassifizieren, Genehmigungspflichten prüfen und typische Graubereiche – etwa bei Updates, Open-Source-Software oder cloudbasierter Bereitstellung – bewerten können. Ziel ist es, den Teilnehmern eine sichere Grundlage für Klassifizierungsentscheidungen und eine rechtssichere Exportpraxis zu vermitteln.
Seminarziel: Das Seminar vermittelt ein fundiertes, systematisches Verständnis der exportkontrollrechtlichen Anforderungen für Software- und Technologietransfers im Spannungsfeld von EU- und US-Recht. Teilnehmende erkennen die Wechselwirkungen beider Regime, identifizieren kritische Risikosituationen in technologiegetriebenen Geschäftsmodellen – von der Cloud-Nutzung über internationale Entwicklungskooperationen bis hin zu konzerninternen Technologietransfers – und sind in der Lage, regulatorische Anforderungen sicher einzuordnen und handlungsorientiert umzusetzen.
Seminarinhalt:
• Systematik moderner Exportkontrollregime für Software und Technologie
• EU-Dual-Use-Regime: Aufbau, Kontrolllogik und Technologiekontrollen im Detail
• US-Exportkontrollrecht (EAR): Grundprinzipien und extraterritoriale Reichweite in globalen Lieferketten
• Rechtliche Einordnung von Software, Source Code und Technologie unter den jeweiligen Kontrollregimen
• Digitale Transferszenarien: Cloud-Zugriffe, Remote-Access und grenzüberschreitende Entwicklungskooperationen
• Typische Risikoprofile und Fallstricke für technologiegetriebene Unternehmen
• Aufbau einer wirksamen Exportkontroll-Compliance: Anforderungen, Strukturen, Prozesse
Zielgruppe
Fach- und Führungskräfte aus Exportkontrolle, Compliance, Außenwirtschaft, IT sowie Forschung & Entwicklung, Produktmanagement und Unternehmensjuristen, die mit der rechtssicheren Gestaltung internationaler Software- und Technologietransfers befasst sind oder Verantwortung für entsprechende Geschäftsprozesse tragen.